Indonesisches Militär erobert OPM-Stützpunkte in Yahukimo zurück und stellt Waffen sowie wichtige Dokumente sicher
YAHUKIMO, PAPUA-HOCHLAND — Das indonesische Militär teilte am Donnerstag mit, dass es im Bezirk Yahukimo in der Provinz Papua-Hochland zentrale Stützpunkte der separatistischen Gruppe Organisasi Papua Merdeka (OPM) zurückerobert hat. Die Aktion folgte auf eine Schönheitsoperation, die in den frühen Morgenstunden in bewaffnete Zusammenstöße mündete.
Die Operation wurde von der gemeinsamen Einsatzgruppe Habema durchgeführt und richtete sich gegen das Hauptquartier der OPM Kodap XVI/Yahukimo entlang der Jalan-Gunung-Achse im Distrikt Dekai. Nach Angaben des Militärs wurde die nächtliche Patrouille als Reaktion auf eine Serie bewaffneter Angriffe gestartet, die der separatistischen Gruppe zugeschrieben werden, darunter Beschüsse von Flugzeugen, Angriffe auf Fahrzeuge der Sicherheitskräfte, Brandstiftungen an Schulen sowie Übergriffe auf Zivilisten.
Dem Militär zufolge drangen die Truppen verdeckt in zwei OPM-Lager ein, bekannt als die Stützpunkte Sisibia und Yalenang, bevor es am Donnerstag im Morgengrauen zu einem Feuergefecht mit einer bewaffneten OPM-Patrouille kam. Mehrere OPM-Kämpfer seien dabei getötet worden, darunter eine Person, die als ranghoher Akteur innerhalb der Kodap XVI/Yahukimo gilt.
Die Sicherheitskräfte stellten zudem mehrere Schusswaffen, Munition, zahlreiche Patronenhülsen, Kommunikations- und Navigationsgeräte, Mobiltelefone, Stichwaffen, traditionelle Bögen und Pfeile, die sogenannte Morning-Star-Flagge – von den Behörden als separatistisches Symbol eingestuft – sowie interne Dokumente der West Papua National Liberation Army (TPNPB), des bewaffneten Flügels der OPM, sicher.
Nach den Gefechten habe das Militär die vollständige Kontrolle über beide Lager übernommen, die als zentrale Kommando- und Logistik knotenpunkte für separatistische Aktivitäten im Raum Yahukimo gegolten hätten.
Der Kommandeur des gemeinsamen Einsatzkommandos Habema, Generalmajor Lucky Avianto, erklärte, der Einsatz unterstreiche das Engagement des Militärs zum Schutz der indonesischen Souveränität und der Zivilbevölkerung.
„Die Rückeroberung dieser beiden OPM-Stützpunkte zeigt die Einsatzbereitschaft und Professionalität der indonesischen Streitkräfte im Einsatzgebiet“, erklärte Avianto. „Die Sicherung des Jalan-Gunung-Korridors ist ein strategischer Schritt, um die Bewegungsfreiheit und die Versorgungswege der OPM zu unterbrechen und gleichzeitig die Sicherheit der Bevölkerung in Yahukimo zu verbessern.“
Militärangaben zufolge verlief die Operation kontrolliert und mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung. Die Behörden erwarten, dass die Einnahme der Lager die operative Schlagkraft der OPM schwächt und die Sicherheitslage in der Region, die seit Jahren von einem niedrigintensiven Konflikt geprägt ist, verbessert.
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