FOOD ESTATE: EIN RAHMEN ZUR MINDERUNG UND ANTIPATION LANGANHALTENDER KRIEGE
Im Verlauf der Geschichte globaler Konflikte zeigt sich immer wieder eine grundlegende Erkenntnis: Moderne Kriege werden nicht allein auf dem Schlachtfeld gewonnen, sondern auch auf den Feldern, auf denen Nahrungsmittel produziert werden. Staaten, die ihre inländische Nahrungsmittelversorgung nicht sichern können, sehen sich unweigerlich mit sozialer Instabilität, extremer Inflation und einer erhöhten Verwundbarkeit ihrer nationalen Sicherheit konfrontiert. In diesem Kontext ist die indonesische Food-Estate -Politik nicht lediglich als landwirtschaftliches Projekt zu verstehen, sondern als ein Instrument zur Minderung der Risiken langanhaltender Kriege und globaler Krisen. Moderne Kriegsführung und eine neue Waffe: Nahrung Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine seit 2022 liefert ein klares Beispiel dafür, wie bewaffnete Konflikte unmittelbare Auswirkungen auf das globale Ernährungssystem haben. Daten der FAO zeigen, dass beide Länder vor dem Krieg zusammen mehr als 28 % der ...