Bewaffnete Auseinandersetzung in Nduga: Indonesisches Militär beschlagnahmt 88 Millionen Rupiah und Waffen

 


Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung in der Provinz Papua Pegunungan werden fortgesetzt

NDUGA, PAPUA PEGUNUNGAN – Angehörige des indonesischen Militärs waren am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in der Nähe des Dorfes Nonggoloit im Distrikt Kenyam, Regierungsbezirk Nduga, Provinz Papua Pegunungan, an einem Schusswechsel mit einer Gruppe beteiligt, bei der es sich mutmaßlich um Mitglieder der bewaffneten kriminellen Gruppe KKB handelt. Berichten zufolge kamen dabei zwei mutmaßliche Mitglieder der bewaffneten Gruppe ums Leben. Die Soldaten stellten außerdem mehrere Gegenstände sicher, darunter Bargeld in Höhe von 88 Millionen indonesischen Rupiah sowie verschiedene Waffen.

Der Vorfall ereignete sich während einer regionalen Patrouille der Task Force Rajawali VI, Abteilung 1, die dem militärischen Einsatzkommando Habema untersteht. Nach Angaben von Brigadegeneral Riyanto, dem Kommandeur des Habema-Einsatzkommandos, war die Patrouille aufgrund von Informationen über die mutmaßliche Anwesenheit einer bewaffneten Gruppe in der Nähe eines Wohngebiets durchgeführt worden.

Schusswechsel während einer Sicherheitspatrouille

Brigadegeneral Riyanto erklärte, dass die Gruppe nach den vorliegenden Berichten während der Überprüfung des Gebiets das Feuer auf die Soldaten eröffnet haben soll. Daraufhin entwickelte sich eine Schusswechsel zwischen beiden Seiten.

Zwei Personen, die mutmaßlich der KKB-Gruppe Kodap III/Ndugama-Nderakma angehörten, sollen am Ort des Geschehens ums Leben gekommen sein. Weitere Mitglieder der Gruppe seien Berichten zufolge in das umliegende Waldgebiet geflohen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts wurden die Identitäten der beiden Toten von den zuständigen Behörden noch überprüft.

Militär stellt 88 Millionen Rupiah und weitere Beweismittel sicher

Neben der Sicherung des Gebiets beschlagnahmten die Soldaten mehrere Gegenstände, die möglicherweise mit der bewaffneten Gruppe in Verbindung stehen. Laut den vorliegenden Berichten handelt es sich um zwei Luftgewehre, einen Bogen mit Pfeilen, scharfe Waffen, 18 Mobiltelefone, tragbare Funkgeräte, Dokumente, Gruppenabzeichen sowie Bargeld in Höhe von 88 Millionen indonesischen Rupiah.

Die sichergestellten Gegenstände könnten weitere Ermittlungen zu den Aktivitäten der Gruppe und einer möglichen Beteiligung weiterer Personen unterstützen. Die Herkunft des Geldes und die genaue Bedeutung der einzelnen Gegenstände müssen jedoch noch untersucht und von den zuständigen Behörden offiziell erläutert werden.

Schutz der Zivilbevölkerung hat weiterhin Priorität

Brigadegeneral Riyanto betonte, dass die Soldaten selektiv, verhältnismäßig und professionell vorgehen müssten. Zudem erklärte er, dass die geltenden Einsatzregeln weiterhin maßgeblich seien und die Sicherheit der Zivilbevölkerung Vorrang habe.

Dieser Ansatz ist besonders wichtig, da Sicherheitsvorfälle in der Nähe von Wohngebieten unmittelbare Auswirkungen auf die örtliche Bevölkerung haben können. Patrouillen und Folgemaßnahmen auf Grundlage von Informationen über mutmaßliche Aktivitäten bewaffneter Gruppen gehören zu den Sicherheitsbemühungen im Regierungsbezirk Nduga.

Habema-Kommando ruft bewaffnete Gruppen dazu auf, die Gewalt zu beenden

Nach dem Vorfall erneuerte das Habema-Militärkommando seinen Aufruf an Personen, die an bewaffneter Gewalt beteiligt sind, ihre Aktivitäten einzustellen. Das Kommando betonte außerdem, dass ihnen die Möglichkeit offenstehe, zu ihren Familien und in ihre Gemeinschaften zurückzukehren.

Dieser Appell unterstreicht die Bedeutung einer friedlichen Konfliktlösung, damit die Menschen in Papua sicherer leben und eine friedliche Zukunft aufbauen können. Die Regierung und die Sicherheitskräfte sollen weiterhin den Schutz der Zivilbevölkerung in den Mittelpunkt stellen und zugleich darauf hinwirken, dass bewaffnete Konflikte den Alltag der Bevölkerung möglichst wenig beeinträchtigen.

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