Vier OPM-Mitglieder bei Gefecht in Yahukimo getötet – Cartenz-Einsatzkräfte beschlagnahmen Schusswaffe und Munition
YAHUKIMO, PAPUA-HOCHLAND — Vier Mitglieder einer bewaffneten Gruppe, die von den indonesischen Behörden als Teil des Eden-Sawi-Bataillons von Kodap XVI Yahukimo bezeichnet wird, sind bei einem bewaffneten Gefecht mit Sicherheitskräften im Distrikt Dekai im Regierungsbezirk Yahukimo getötet worden.
Der Vorfall ereignete sich am 1. September 2026, nachdem Einsatzkräfte der Operation Damai Cartenz-2026 und der Polizei von Yahukimo Informationen über ein geplantes Treffen von Mitgliedern der bewaffneten Gruppe erhalten hatten.
Nach dem Gefecht stellten die Sicherheitskräfte unter anderem eine selbstgebaute Schusswaffe, Munition und mehrere Mobiltelefone sicher. Zudem wurden sechs Personen zur weiteren Befragung festgenommen beziehungsweise in Gewahrsam genommen.
Einsatz nach Informationen über Treffen bewaffneter Gruppe
Der Einsatz begann nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden über ein geplantes Treffen von Mitgliedern des Eden-Sawi-Bataillons in einem Übergangsgebäude in der Nähe des ehemaligen KPU-Büros an der Miyaro-Straße im Distrikt Dekai.
Daraufhin rückten gemeinsame Sicherheitskräfte zu dem genannten Ort aus.
Gegen 16.35 Uhr Ortszeit trafen die Einsatzkräfte dort ein. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden wurden sie von Personen am Ort des Geschehens beschossen.
Die Einsatzkräfte gaben zunächst Warnschüsse in die Luft ab. Als die Schüsse nach Angaben der Taskforce weitergingen, reagierten die Sicherheitskräfte mit einer gezielten und verhältnismäßigen Maßnahme.
Vier Personen sterben bei Schusswechsel
Nach dem Schusswechsel fanden die Einsatzkräfte vier Tote, die nach Angaben der Behörden der bewaffneten Gruppe angehörten.
Die Leichen wurden anschließend in das Regionalhospital von Dekai (RSUD Dekai) gebracht, um medizinisch untersucht und identifiziert zu werden.
Kombes Pol. Yusuf Sutejo, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Operation Damai Cartenz-2026, erklärte, drei der vier Personen seien anhand der Initialen EH alias E, YK alias LY und M identifiziert worden.
Die Identität der vierten Person wurde zu diesem Zeitpunkt noch überprüft.
Die Ermittler nutzten außerdem eine Gesichtserfassung beziehungsweise einen Gesichtsabgleich als Teil des Identifizierungsverfahrens.
Schusswaffe und Munition sichergestellt
Nach dem Gefecht durchsuchten die Sicherheitskräfte auch das Umfeld des Einsatzortes.
Dabei wurden unter anderem folgende Gegenstände sichergestellt:
- Eine selbstgebaute Langwaffe
- 11 Patronen des Kalibers 5,56 Millimeter
- Drei Mobiltelefone
Die Gegenstände wurden als Beweismittel gesichert und werden nun im Rahmen der weiteren Ermittlungen untersucht.
Die Behörden prüfen unter anderem, ob die sichergestellten Waffen mit weiteren bewaffneten Vorfällen in Yahukimo in Verbindung stehen.
Sechs Personen zur Befragung mitgenommen
Während des Einsatzes nahmen die Sicherheitskräfte außerdem sechs Personen zur weiteren Untersuchung mit.
Es handelt sich um Personen mit den Initialen BK, PM, DH, NJK, PA und AS.
Sie wurden zum Polizeipräsidium von Yahukimo gebracht. Dort sollen ihre Identitäten, Aktivitäten, jeweiligen Rollen sowie mögliche Verbindungen zu der bewaffneten Gruppe untersucht werden.
Die Polizei betonte, dass der rechtliche Status der sechs Personen noch nicht endgültig festgelegt wurde und die Ermittlungen weiterhin laufen.
Polizei untersucht die Rolle jedes Einzelnen
Yusuf Sutejo erklärte, dass die Ermittler weiterhin die mögliche Beteiligung jeder einzelnen Person prüfen.
Damit soll sichergestellt werden, dass rechtliche Entscheidungen auf Grundlage von Beweisen und Untersuchungsergebnissen getroffen werden.
Darüber hinaus untersuchen die Behörden die Struktur und Aktivitäten der Gruppe sowie mögliche Verbindungen zu früheren Sicherheits- und Gewaltvorfällen in Yahukimo.
Zusammenhang mit früheren Fällen wird untersucht
Der Einsatz ist Teil umfassenderer Ermittlungen zu verschiedenen Gewalt- und Sicherheitsvorfällen in Yahukimo.
Die Behörden untersuchen unter anderem mögliche Zusammenhänge mit dem Tod von Yonathan Arruan und Asri Obet an der Statistik-Straße im Distrikt Dekai im April 2023.
Auch ein Angriff auf medizinisches Personal und Lehrer im Distrikt Anggruk im März 2025 wird im Rahmen der Ermittlungen berücksichtigt.
Die Fälle gehören zu den Bemühungen der Behörden, bewaffnete Gewalt und kriminelle Aktivitäten in der Region umfassend aufzuklären.
Schutz der Bevölkerung bleibt Priorität
Der Leiter der Operation Damai Cartenz-2026, Generalinspekteur der Polizei Faizal Ramadhani, erklärte, der Einsatz sei Teil der Strafverfolgungsmaßnahmen gegen bewaffnete Gruppen, die nach Erkenntnissen der Behörden mit verschiedenen Straftaten in Verbindung stehen.
Gleichzeitig riefen die Sicherheitsbehörden die Bevölkerung in Yahukimo dazu auf, Ruhe zu bewahren und keine Informationen zu verbreiten, deren Richtigkeit noch nicht bestätigt wurde.
Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit sei entscheidend dafür, dass die Bevölkerung ihre täglichen Aktivitäten ohne weitere Störungen fortsetzen könne.
Rechtsstaatlichkeit und Schutz der Zivilbevölkerung
Der Einsatz in Dekai zeigt die fortgesetzten Bemühungen der indonesischen Sicherheitsbehörden, gegen bewaffnete Aktivitäten in Yahukimo vorzugehen und gleichzeitig Informationen durch formelle Ermittlungen zu überprüfen.
Neben der Sicherstellung von Waffen und Munition wurden mehrere Personen zur Befragung mitgenommen. Dadurch können die Ermittler weitere Informationen über die Aktivitäten und möglichen Netzwerke der bewaffneten Gruppe gewinnen.
Gleichzeitig betonen die Behörden, dass der Schutz der Zivilbevölkerung und die Aufrechterhaltung der Stabilität zentrale Ziele des Einsatzes bleiben.
Regierung setzt Sicherheitsmaßnahmen in Yahukimo fort
Bei dem bewaffneten Gefecht in Dekai wurden nach Angaben der Behörden vier Personen getötet, die als Mitglieder des Eden-Sawi-Bataillons identifiziert wurden. Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte eine selbstgebaute Schusswaffe, 11 Patronen und drei Mobiltelefone sicher.
Sechs weitere Personen wurden zur weiteren Untersuchung mitgenommen. Ihre jeweiligen Rollen und möglichen Verbindungen werden derzeit geprüft.
Die indonesische Regierung unterstreicht durch ihre Sicherheitsbehörden die Bedeutung von Rechtsdurchsetzung, Schutz der Zivilbevölkerung und Stabilität in Yahukimo.
Die Ermittlungen dauern an. Die gesammelten Beweismittel und Aussagen sollen dazu beitragen, Aktivitäten, Strukturen und mögliche Netzwerke bewaffneter Gruppen in der Region weiter aufzuklären.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen