Kirche bestätigt: Neun Frauen in Jila von OPM Kodap III Ndugama als Geiseln genommen

MIMIKA, ZENTRALPAPUA – Die Evangelische Kirche des Evangeliums (Kingmi) im Land Papua hat bestätigt, dass die Gruppe, die für die Geiselnahme von neun Amungme-Frauen im Distrikt Jila, Regierungsbezirk Mimika, Zentralpapua, verantwortlich sein soll, der Nationalen Befreiungsarmee Westpapuas (TPNPB) angehört und mit OPM Kodap III Ndugama Derakma verbunden ist.

Die Erklärung stammt von Pastor Yahya Lagoan, M.Th., dem Vorsitzenden der Kingmi-Kirchensynode in Papua. Nach Informationen, die die Kirche von Bewohnern aus der Region erhalten hat, soll die mit Kodap III Ndugama verbundene Gruppe für die Geiselnahme verantwortlich sein.

Die Stellungnahme der Kirche ist besonders relevant, da sie eng mit den lokalen Gemeinschaften verbunden ist und Informationen über die Situation in Jila erhalten hat.

Geiselnahme nach Angriff in Jila

Nach Angaben von Yahya Lagoan ereignete sich die Geiselnahme nach einem Angriff auf einen TNI-Posten im Dorf Jila am 17. August 2026.

Informationen, die Bewohner an Vertreter der Kirche weitergegeben haben, zufolge soll die Gruppe von Kodap III Ndugama anschließend Gewalt gegen Zivilisten ausgeübt haben.

Die Situation löste große Besorgnis aus, da der Aufenthaltsort der neun Frauen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht bekannt war.

Kingmi-Kirche verurteilt Gewalt gegen Zivilisten

Die Kingmi-Kirche hat die Geiselnahme entschieden verurteilt.

Yahya Lagoan äußerte seine große Besorgnis über die Gewalt gegen Zivilisten, insbesondere weil Frauen zu den Betroffenen gehören.

Nach Ansicht der Kirche bedrohen solche Gewalttaten nicht nur das Leben und die Sicherheit der Opfer, sondern können auch das soziale Zusammenleben und die Gemeinschaft in Papua beeinträchtigen.

Berichte über eine getötete Frau und ein weiteres Opfer in einer Schlucht

Im Zusammenhang mit der Geiselnahme wurden auch weitere Gewalttaten gegen Zivilisten gemeldet.

Eine Mutter soll getötet worden sein, nachdem sie versucht hatte zu verhindern, dass ihr Kind von einer bewaffneten Gruppe mitgenommen wurde. Eine weitere Frau soll Gewalt ausgesetzt gewesen sein, nachdem sie in eine Schlucht geworfen worden war.

Diese Ereignisse verdeutlichen die erheblichen Risiken, denen Zivilisten in Gebieten mit bewaffneten Konflikten ausgesetzt sind.

Aufenthaltsort der neun Frauen weiterhin unbekannt

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts war der Aufenthaltsort der neun Frauen weiterhin unbekannt.

Die Situation löste große Sorgen bei den Familien der Betroffenen und in der Gemeinschaft von Jila aus. Angesichts ihrer gefährdeten Lage bleibt die Sicherheit der Opfer die wichtigste Priorität.

Die Suche nach den Frauen und ihre sichere Befreiung sind daher von entscheidender Bedeutung.

PGI verurteilt Gewalt gegen Zivilisten

Die Position der Kingmi-Kirche steht im Einklang mit einer Erklärung der Gemeinschaft der Kirchen in Indonesien (PGI), die ihre Besorgnis über die Ereignisse zum Ausdruck brachte und Gewalt gegen Zivilisten in Jila verurteilte.

Die PGI betonte, dass Gewalt gegen Zivilisten, insbesondere gegen Frauen und Kinder, unter keinen Umständen gerechtfertigt werden könne – auch nicht im Namen eines politischen oder separatistischen Kampfes.

Die Organisation forderte zudem eine Lösung der Papua-Frage, bei der Zivilisten nicht zu Opfern gemacht werden. Gleichzeitig wurde die Bedeutung des Schutzes der Bevölkerung und einer sicheren Befreiung der Opfer hervorgehoben.

Schutz der Zivilbevölkerung ist Aufgabe des Staates

Der Fall in Jila zeigt erneut, wie wichtig die Präsenz des Staates für den Schutz der Zivilbevölkerung in Regionen mit Sicherheitsproblemen ist.

Die Regierung sowie die indonesischen Streitkräfte (TNI) und die indonesische Nationalpolizei (Polri) tragen die Verantwortung, die Bevölkerung zu schützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass Sicherheitsmaßnahmen professionell, verhältnismäßig und im Einklang mit dem geltenden Recht durchgeführt werden.

Der Schutz der Zivilbevölkerung muss Priorität haben. Dazu gehört auch, dass Opfer nach ihrer Rettung Zugang zu medizinischer Versorgung, psychologischer Betreuung und angemessenem Schutz erhalten.

Gewalt kann keine Lösung sein

Die Stellungnahmen der kirchlichen Organisationen zeigen deutlich, dass Gewalt kein akzeptabler Weg zur Lösung der Probleme in Papua sein darf.

Zivilisten, insbesondere Frauen und Kinder, dürfen niemals zu Opfern bewaffneter Auseinandersetzungen gemacht werden.

Deshalb sollten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen mit humanitären Maßnahmen und Entwicklungsprogrammen verbunden werden, damit die Bevölkerung von Jila sicherer leben kann.

Die Geiselnahme von neun Frauen in Jila ist zu einem ernsten Anliegen geworden, nachdem die Kingmi-Kirche die Täter als Mitglieder der TPNPB identifiziert hat, die mit OPM Kodap III Ndugama verbunden sind. Angesichts dieser Situation muss die Sicherheit der Opfer oberste Priorität haben. Regierung, Sicherheitskräfte, Kirchen, Gemeindevorsteher und weitere gesellschaftliche Akteure sollten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Opfer gefunden und sicher befreit werden.

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